Schloss
Mühlgrub

Geschichte
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Die Anfänge

Die Anfänge

1299 war die erste namentliche Erwähnung in einem Verzeichnis des Stifts Kremsmünster. Bis 1415 wurde das Schloss Mühlgrub nur „Grub“ genannt und ist Nachfolgebau eines Freihofes, welchen die Familie Asperger als Lehen des Stiftes Kremsmünster besaß. Den heutigen Namen „Mühlgrub“ bekam das Schloss, um 1415, von Hans Mühlwanger. 1633 ging das Schloss an Wolfgang Jakob Kazianer über und 1659 weiter an das Stift Schlierbach. Ab 1856 war das Schloss Mühlgrub wieder in bürgerlichen Besitz.

Das Schloss

Das Schloss

Das Schloss Mühlgrub ist ein vierflügeliger, zweigeschossiger Bau mit einem schmalen und langen Innenhof. Einst standen an allen vier Ecken, sowie an der Mitte der Süd- und Nordfassade Flankierungstürme.

Von den angeblichen dreizehn Türmen sind nur noch zwei davon erhalten. Der letzte Flankierungturm befindet sich am linken Eck der Vorderfront. Sein Gegenstück, auf der rechten Seite, wurde im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombentreffer schwer beschädigt und nicht mehr rekonstruiert.

Die Mitte des hinteren Quertraktes wird von einem viereckigen Turm überragt, dessen Spitze in einen Knauf mit aufgesetzter Wetterfahne endet. Der Eingang in das Schloss erfolgt durch ein verziertes Quaderportal.

Die Brauerei

Der Anfang

Der Anfang

Der erste schriftliche Braunachweis erfolgte im 16. Jahrhundert und wurde Mitte 17. Jahrhundert vom Kloster Schlierbach übernommen. Nach einer Zeit vieler Bräuer- und Pachtwechsel gelang es der Familie Peböck, Mitte des 19. Jahrhunderts, die Brauerei für eine längere Zeit zu pachten und zu führen. Später erwarben sie auch die restlichen Gutsliegenschaften.

Die moderne Dampfbrauerei

Die Umwandlung in eine moderne Dampfbrauerei durch den Schwanenstädter Brauereissohn Hans Haager Ende des 19. Jh. beendete letztlich die Phase des vorindustriellen Handwerkbrauens und führte neben der Vergrößerung des Sudhauses zu einer Mechanisierung der Bierproduktion.

Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Brauerei, aufgrund des zwangswirtschaftlichen Rohstoffmangels, für ein Jahr stillgelegt. 1921 übernahm der niederbayrische Schloss- und Brauereibesitzer Wilhelm Fein mit seiner Frau Maria, geborene Hager, den Betrieb. Ihm gelang es in den 1920er Jahren die Ausstoßzahlen wieder an das Vorkriegsniveau heranzuführen. 1928/29 war die Brauerei Mühlgrub bereits elfgrößter Biererzeuger Oberöstrreichs. Sowohl der einbrechende Bierkonsum in der Weltwirtschaftskrise, als auch die Zerstörung eines Gutteils des Betriebes durch Bombentreffer im Jahr 1944, bremsten die expansive Entwicklung der Brauerei zwar immer wieder ein, konnten jedoch den Fortbestand des Unternehmens letztlich nicht verhindern.

Der Aufstieg

Der Aufstieg

Neben dem kapital- und investitionsintensiven Aufbau der Limonadenerzeugung setzte man in der Bierbranche erfolgreich die Entwicklung zum mittelständischen Spezialitätenbrauer um. Parallel erneuerte die Besitzerfamilie Fein ab den beginnenden 1950er Jahren schrittweise die wichtigsten Bereiche des Betriebes, etwa den Lagerkeller, die Flaschenabfüllerei und das Sudhaus. Noch im Jahr 1975 galt die Brauerei Mühlgrub als die 26größte unter den 70 österreichischen Bierproduzenten.

Die Scharnter-Bombe

Creative Castle - Schartne rBombe
1954 ging die Brauerei an Wilhelm und Mizzi Feins Kinder Hubert und Marianne, die die Brauerei bis 1986 betrieben. Ab 1956 vertrieb die Firma Fein die erfolgreiche Limonadenmarke Schartner Bombe. 1961 wurden auch die Rechte an der Marke erworben und die Limonade fortan in Mühlgrub abgefüllt. Die Marke Schartner Bombe machte das Unternehmen zu einem Großbetrieb, der ab 1969 auch die damals größte Flaschenfüllanlage der Welt beherbergte und bis zu 300 Mitarbeiter beschäftigte. Letztlich wurde das Unternehmen jedoch 1986 an die Steurerbrau AG verkauft. Der Brauereibetrieb wurde stillgelegt, die Marke Schartner Bombe 1995 an die Firmengruppe Starzinger verkauft.

Country Home Style

Country Home Style

Im Jahr 2000 zog mit Brigitte Moser und Walter Striegl der internationale Landhausstil ins Schloss Mühlgrub ein. Durch den Handeslbetrieb Country Home Style wurde das Schloss schnell der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den nächsten 5 bis 10 Jahren fanden umfassende Sanierungstätigkeiten statt und neue Betriebe siedelten sich an. Wesentliche Veränderungen waren die Einrichtung des italienischen Lokals „Giuseppe’s Castello“ und der Kellerbar „RedRooster“. Im Jahr 2012 komplettierte das Konzept der Friseur Salon „Rapunzel“

Creative Castle

Creative Castle

Im Jahr 2021 erwarb die Firma Creative Castle GmbH das Schloss Mühlgrub. Die Inhaber und Geschäftsführer der Creative Castle GmbH (Armin Schnürer, Reinhard Ekker und Markus Moser) betreiben des weiteren gemeinsam die Digital- und Werbeagentur Plappermaul und richteten im Schloss Mühlgrub ihren neuen Betriebsstandort ein. Die Plappermaul OG bietet Marketingleistungen mit einem Expertenteam von ca. 10 Personen an. Der Grundgedanke der Creative Castle GmbH ist es, das Schloss Mühlgrub laufend weiterzuentwickeln und weitere Betriebe der Kreativwirtschaft anzusiedeln.